Das Landjahr für Mülheimer Schülerinnen und Schüler. Ein Baustein nationalsozialistischer Erziehung und Weltanschauung
| What | Lecture |
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| When |
Sep 13, 2007 from 07:00 pm to 08:30 pm |
| Where | Mülheim an der Ruhr, DE |
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Vortrag von Hans-Werner Nierhaus in der Reihe zur Mülheimer Geschichte
Zunächst werden die Wurzeln des Landjahres deutlich gemacht, die in der Weimarer Zeit liegen und sich aus der prekären Situation der Landwirtschaft in dieser Zeit ableiten lassen.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das Landjahr im gesamten Deutschen Reich eingeführt, es sollte nicht nur die Landjugend, sondern auch die Schulabgänger in den Städten ansprechen und auf spezifische Rollen in der „Volksgemeinschaft“ vorbereiten. So ist es in Zusammenhang mit ideologischen Vorstellungen und dem besonderen Stellenwert, den die NSDAP der Jugenderziehung zumaß, zu betrachten.
Der Vortrag erzählt auf der Grundlage des im Stadtarchiv vorhandenen umfangreichen Materials von konkreten Begebenheiten bei der Organisation und dem Ablauf des Landjahraufenthalts und anhand vieler Beispiele, was sich in den Landjahrlagern ereignete. Es wird aber auch deutlich gemacht, wie Bürokratie, Partei und Erwachsene auf die jungen Menschen einwirkten, und mit welchen Konsequenzen das verbunden war.
Am Schluss soll eine ideologiekritische Wertung des Landjahres vorgenommen werden, um es auf diese Weise in den Kontext des Nationalsozialismus einzubetten.
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