Medienbewegungen - Praktiken der Bezugnahme
| What | Convention Meeting |
|---|---|
| When |
Feb 21, 2007 09:00 AM
to Feb 23, 2007 09:00 PM |
| Where | Köln, |
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Die Konferenz thematisiert unterschiedliche Formen der medialen Bezugnahme als wesentliche kulturelle Praktiken der Kommunikation, Wissenskonstituierung und -tradierung.
Zwar sind in den kulturwissenschaftlichen Diskursen etwa über Intertextualität, Remediation und Interkulturalität Formen des Bezugnehmens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Gleichwohl herrschen gerade in Disziplinen, die zentral mit Verfahren des Bezugnehmens befasst sind - wie z.B. in den Übersetzungswissenschaften - häufig Theorien vor, die die medialen Bedingungen bezugnehmender Verfahren noch wenig fokussieren. Leitend sind hier eher unidirektionale Äquivalenzforderungen der Entsprechung und Wirkungsgleichheit von Ausgangs- und Zieltext.
Demgegenüber sollen in der Konferenz mediale Verfahren des Bezugnehmens als transkriptive Prozesse bestimmt werden. Im Sinne der Transkriptionstheorie lassen sich die medialen Bewegungsformen der Bezugnahme als rekursive Prozesse fassen, die einer Konstitutionslogik insofern folgen, als in diesen Prozessen 'etwas als etwas' hervorgebracht wird.
Spezifische Praktiken der Bezugnahme sollen in ihrer Kultur- und Medienabhängigkeit in vier Sektionen diskutiert werden: (1) Überschreiben/Umschreiben, (2) Übersetzen/Übertragen, (3) Undercover/Verrätseln, (4) Undo/Löschen. Die Sektionen orientieren sich an den Leitfragen: In welchem Verhältnis stehen mediale Bewegung und Stillstellung zueinander? Durch welche Verfahren werden mediale Instanzen und/oder Formen der Bezugnahme sichtbar vs. unsichtbar, offen vs. verdeckt, latent vs. manifest, offensichtlich vs. nicht-evident? Welche Veränderungen von Adressierungen (z.B. Um-, Neu- und Falschadressierung) werden durch die verschiedenen Praktiken erzeugt?
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